Wir nehmen Abschied von P. Elias Wehr OFM

 P. Elias (Robert) Wehr
16. Juli 1935 in Bernkastel
† 26. Dezember 2021 in Wiesbaden

Robert Wehr wurde am 16. Juli 1935 in Bernkastel als Sohn der Eheleute Robert und Maria Wehr, geb. Entrup, geboren. Er wuchs mit vier Geschwistern auf.

 

Seine Schulzeit beendete er 1955 mit dem Abitur und studierte dann Zahnmedizin. Nach dem Staatsexamen arbeitete er ab 1960 als Zahnarzt und wurde 1969 zum Dr.med.dent. promoviert. 1970 trat er dem Diakonatskreis der Diözese Trier bei und wurde 1973 zum Ständigen Diakon für die Diözese geweiht.

Nach einem längeren Klärungsprozess trat Robert am 2. Februar 1985 in Rietberg in die damalige Kölnische Franziskanerprovinz und bekam den Ordensnamen Elias. Er nahm das Theologiestudium auf und absolvierte ein zweijähriges diakonales Pastoralpraktikum in Essen und Euskirchen.
Am 2. Februar 1992 band er sich in der Feierlichen Profess für immer an unsere Bruderschaft und wurde am 28. Mai 1992 in Mönchengladbach zum Priester geweiht.
Anschließend wirkte er sechs Jahre in der Wallfahrtsseelsorge in Moresnet und 13 Jahre als Krankenhausseelsorger in Hermeskeil. In beiden Häusern war er zeitweise Hausvikar und Hausökonom. 2011 wechselte er nach Düsseldorf, wo er in der Seelsorge des Klosters an der Immermannstraße tätig war.  2013 kam P.  Elias zu uns, in das Kloster Marienthal im Rheingau, Wallfahrtsort zur Schmerzhaften Mutter.
Die Frömmigkeit von P. Elias war von einer tiefen Liebe zur Gottesmutter geprägt, was sich auch in seinem Engagement in der Legio Mariens zeigte.

Am Morgen des 17. Dezember 2021 fanden die Brüder P. Elias bewusstlos in seinem Zimmer. Er hatte einen schweren Schlaganfall erlitten und wurde in die Helios-Klinik in Wiesbaden eingeliefert. Dort aber konnte ihm nicht mehr geholfen werden. Am späten Abend des 26. Dezember ist er von Gott heimgerufen worden.

Die Brüder in Marienthal und in der Provinz erinnern sich an einen liebenswürdigen und gradlinigen Mitbruder, dem sowohl in seiner zahnärztlichen Tätigkeit als auch in seinem seelsorglichen Einsatz die Zuwendung zum konkreten Menschen wichtig war. Der mit viel Humor durch sein Leben ging und vielen Menschen ein einfühlsamer und wertvoller Begleiter und Ratgeber, gerade in den schweren Phasen des Lebens, war.

Das Requiem für P. Elias feierten wir am Freitag, den 31. Dezember, auf dem Pilgerplatz vom Kloster Marienthal. Anschließend wurde unser Mitbruder auf dem Klosterfriedhof beigesetzt.
Nicht nur seine Geschwister nutzten die Gelegenheit sich persönlich von ihm zu verabschieden, auch Freunde des Klosters und Mitbrüder kamen von nah und fern, um Elias die letzte Ehre zu erweisen und den letzten Weg mit ihm zu gehen.

Wir bedanken uns, auch im Namen der Familie, für die vielfältige Anteilnahme.

‚Herr, in deine Hand lege ich voll Vertrauen meinen Geist; du hast mich erlöst, Herr, du Gott der Treue. Ich will jubeln und deiner Huld mich freuen.‘  Aus dem Antwortpsalm der Eucharisteiefeier am Sterbetag (Fest des hl. Stephanus)

 

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